Gelting Ostsee

Gemeinde Gelting

Erstmals wird Gelting im Jahre 1231 in König Waldemars II. Erdbuch als Gyaelting bezeichnet. Dies bezieht sich eigentlich auf das Gut Gelting. Seit jeher gehört Gelting zu den bedeutendsten Besitzungen im ganzen Herzogtum Schleswig. Schon der Ortsname deutet auf ein sehr hohes Alter und dürfte auf die Zeit der Besiedlung des Landes durch den Volksstamm der Angeln zurückreichen.

Die umliegenden Gebiete wurden als „silva gelting“ bezeichnet, was übersetzt Geltinger Wald bedeutet. Damals war fast das gesamte Gebiet zwischen Gelting und Kappeln ein großes Waldgebiet. Viele Ortsnamen, die auf –rott, -rode oder –holz enden weisen auf den einstmals großen Wald hin. Der Sage nach war er so dicht, dass ein Eichhörnchen von Kappeln bis Gelting springen konnte ohne den Boden zu berühren.

Bis ins Jahr 1494 war das Gut Gelting im Besitz des Königs bevor es dann in den Besitz des Ritters Hans von Ahlefeldt überging. Zu diesem Zeitpunkt gehörten die Dörfer Nadelhöved, Stenderup, Priesholz, Rabenholz, Lehbek, Suterballig und Wackerballig zu Gelting. Lehbek war erst 1519 im Tausch gegen Schwackendorf zu Gelting gekommen. 1710 wurde Priesholz und dann auch Nadelhöft von Gelting getrennt.

Nach wechselvoller Besitzgeschichte erwarb 1758 der aus Nordfriesland stammende, in Ostindien zu großem Vermögen gekommene Sönke Ingwersen das Gut Gelting. Im Jahr darauf wurde er in den dänischen Adelsstand erhoben unter dem Titel eines Baron von Gelting. geadelt, Er vererbte Herrschaft und Titel zunächst seinem Sohn Rudolph. Da dieser keine Kinder hinterließ, ging das Gut auf die Nachkommen der Tochter über, die mit dem Amtsmann Andreas August von Hobe verheiratet war, dem Stammvater der jetzigen Besitzer.

Gelting war kein eigentliches Dorf, sondern ‚nur’ ein Kirchplatz neben dem Gut Gelting. So bestand Gelting 1854 aus lediglich 13 Häusern, darunter aber das Kompastorat, die Schule, ein Krug, ein Höker und eine Schmiede. Das eigentliche Dorf war das südliche Suterballig – nur durch eine schmale Wiesenniederung von Gelting getrennt.

Die Gemeinde Gelting entstand erst 1928 durch Zusammenlegung von Teilen des Gutsbezirks Gelting mit der nahe gelegenen Gemeinde Suterballig. 10 Jahre später entsteht durch Anschluss der Gemeinden Lehbek, Wackerballig und Kattrott die Großgemeinde Gelting. Im Jahre 1970 folgt die Eingliederung von Stenderup.

Seit 1986 ist Gelting anerkannter Luftkurort und seit 1990 erster Kneippkurort an der Ostsee.

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