Gelting Ostsee

Konikpferde und Highlands

Die im März 2002 ursprünglich auf der Birk ausgewilderten Gruppe der Konik-Pferde bestand aus einem Hengst und zehn Stuten. Bereits im April des gleichen Jahres sprang das erste Fohlen durch das Grün. Die Pferde gehören, wie die Birk, der Stiftung Naturschutz und werden vom Verein „Wildpferde Geltinger Birk“ betreut.

Ursprünglich stammen die Koniks aus Polen, wo Konik soviel wie kleines Pferd bedeutet. Die als Ponys geltenden Tiere sind sehr robust und spielen deshalb sowohl in der Landwirtschaft als auch - wie in Gelting - bei der Erhaltung von Naturschutzgebieten eine große Rolle.

Experten sagen den Tieren nach, sie seien Nachkommen des europäischen Wildpferdes. Zumindest aber besteht zwischen den beiden Rassen eine große Ähnlichkeit. Entstanden sind die Koniks aus einer Kreuzung von Hauspferden und dem heute ausgestorbenen Wildpferd Tarpan. Zu dieser vom Aussterben bedrohten Rasse gehören auch die Geltinger Koniks. Ein kleiner Bestand dieser Gruppe lebte im holländischen Poldergebiet und wurde von den dortigen Behörden der Stiftung Naturschutz in Schleswig-Holstein als Geschenk übergeben. Die Koniks sind für die zum Teil sehr feuchten Flächen der Birk bestens geeignet, denn sie sind an feuchte Böden angepasst. Außerdem gehören Schilf und Brennnesseln zu ihren liebsten Mahlzeiten.

Neben den Koniks grasen auch etwa 300 Rinder, davon viele zottelige Hochlandrinder, auf den fast 500 Hektar großen Weideflächen der Birk. Die Rinder stammen von einem Schleswig-Holsteinischen Naturschutzhof dessen Besitzer die Highlander einst direkt aus Schottland importierte. Der Landwirt H.D. Petersen aus Schleswig zeigt sich für die Aufgabe verantwortlich, die Beweidung und Pflege der Birk durch die Rinder zusammen mit den Koniks zu gewährleisten.

Die gesamte Birk ist eine zusammenhängende Weidefläche, auf der die Tier völlig frei leben. Zu diesen Flächen gehören auch fast 40 Hektar Wald. Damit ist die Birk  zurzeit die größte „Halboffene Weidelandschaft“ in Norddeutschland. Täglich wird den Tieren ein Kontrollbesuch abgestattet. Dabei wird die Anzahl der Tiere überprüft und Auffälligkeiten kontrolliert. Wöchentlich wir außerdem auf einer Nahkotrolle und einer Zaunkontrolle nach dem Rechten gesehen. Genügend Wasser zum Trinken bieten den Tieren 250 Teiche und Gräben, die im beweideten Gebiet liegen. Fällt im Winter einmal all zu lange Schnee auf der Birk, wird den Tieren zu den natürlichen Nahrungsmittelvorräten Heu zugegeben.

Im Norden ganz oben...